UNSERE PERFEKTE MUSEUMS–TOUR DURCH OBERHAUSEN, MIT DER VIELLEICHT SCHÖNSTEN BRÜCKE IM POTT, EINEM KURZBESUCH IN CHINA UND –NATÜRLICH! – KAFFEE (RUHRKULTUR.JETZT X POTTSPOTT) *

(* Dieser Blogpost ist im Rahmen einer Kooperationen mit ruhrkultur.jetzt entstanden. Jeglicher Inhalt dieses Artikels spiegelt aber unsere persönliche Meinung wieder! ☺)

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Oberhausen –

die Stadt, die nach einem Bahnhof benannt wurde.

Oberhausen ist wohl eine DER Schlüsselstädte im Ruhrgebiet – irgendwie mittendrin gelegen, seit 1996 überregional bekannt durch das CentrO, eine sehr (sehr!) reiche Industriegeschichte, von der noch heute unzählige Spuren sichtbar sind, ein sehr zerklüftetes Siedlungsgebiet.

Oberhausen ist quasi das Bremerhaven des Ruhrgebiets – irgendwie hat’s niemand so wirklich auf dem Radar, eine wirkliche Innenstadt gibt’s nicht (mehr), und doch: Wenn Du genau hinschaust, bieten beide Orte ein paar richtige Trüffel aus touristischer Sicht!

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Z.B. den Gasometer!

DIE Landmarke des westlichen Ruhrgebiets, und mit seinen 117,5 Meters Höhe auch kaum zu übersehen.

Hier finden regelmäßig spektakuläre Installationen und Ausstellungen statt, die meistens mehrere hunderttausend BesucherInnen (!) anziehen.

Dann natürlich Slinky Springs to Fame, die vielleicht schönste (,,Brückenskulptur”) im gesamten Pott, gelegen am sehr hübschen Kaisergarten – hier bieten sich famose Ausblicke auf den Rhein–Herne–Kanal. Und wenn eine Brise weht, dann schaukelt die Brücke auch schön.

Klar, das CentrO ist als Mutter aller modernen Malls im Ruhrgebiet – manch einer mag hier den Ruhrpark in Bochum oder das RRZ in Mülheim an der Ruhr benennen, aber die Moderne der Mall hat doch erst so richtig mit dem CentrO begonnen. Auch immer mal wieder einen Besuch wert.

Manch Oberhausener munkelt, dass die Innenstadt wegen des CentrOs den Bach hinuntergegangen sei. Andere Ruhrgebietsstädte dieser Größenkategorie aber haben in der Regel auch keine besseren Innenstädte. Und im Gegensatz zu Oberhausen noch nicht mal ein CentrO. ☺ Tatsächlich aber arbeiten gerade einige engagierte Menschen daran, die Innenstadt Oberhausens wieder zu beleben, z.B. das Team von kitev (dazu später mehr).

Übrigens: Unsere heutige Tour könnt Ihr auch wunderbar mit einem Einkauf im CentrO kombinieren: Warum nicht mal Shopping+Kultur? ☻


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Mit der RuhrKultur.Card erkunden wir in diesem Jahr die reiche Museums– und Theater–Szene des Potts, und heute ist Oberhausen an der Reihe.

Bis 31.12.2019 bietet Euch die Karte, die mit dem super–ausführlichen RuhrKultur.Guide daherkommt, jeweils einen freien Eintritt in alle 20 RuhrKunstMuseen und je ein Vorstellungsticket zum halben Preis für alle 11 RuhrBühnen und die Festivalzeiträume der Ruhrtriennale, der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und der Ruhrfestspiele Recklinghausen.

34 Aktivitäten also in 2019 für extrem faire € 45,00! ☻

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LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Es gibt wohl keinen anderen Ort, an dem das Ruhrgebiet so erlebbar, so spürbar ist wie in Oberhausen, diese Stadt, benannt nach einem Bahnhof, der seinerseits nach einem Schloss im ,,Nirgendwo” benannt wurde – Oberhausen ist keine sehr alte Stadt.

Genau dieses Schloss ist der Ankerpunkt unserer heutigen kulturell–kulinarischen Entdeckungsreise ins Herz des Potts.

Hier befindet sich mit der LUDWIGGALERIE ein Museum, das vor allem bekannt ist durch seine großartigen Sonderausstellungen, die häufig mit ihren Themen ein breites Publikum ansprechen.

Das Museum liegt nur einen Steinwurf vom CentrO entfernt. Mit ins Museum habe ich meinen Vater genommen – dieser besucht die LUDWIGGALERIE regelmäßig und wollte unbedingt die neuen Sonderausstellungen sehen. Überhaupt eine gute Idee: Den Eltern einfach mal eine Freude machen mit einem Besuch im Museum (und danach natürlich Kaffee und Kuchen!).


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BRITISH POP ART

In der LUDWIGGALERIE gibt es keine Dauerausstellung – stattdessen werden im Jahr mindestens 6 Wechselausstellungen gezeigt.

Im großen Haus läuft noch bis zum 12.05. als Hauptausstellung BRITISH POP ART – genau unser Geschmack!

Nicht nur der Dude mit dem schönen Bart hat sich bei seinem Besuch inspiriert gefühlt! ☻

Nicht nur der Dude mit dem schönen Bart hat sich bei seinem Besuch inspiriert gefühlt! ☻

Die US–amerikanische Pop Art kennt wohl jeder, mit Künstlern wie Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Aber auch im Vereinten Königreich gar es eine unglaublich starke Pop Art–Szene zwischen den 1950ern und 1970ern! Zu der Zeit war London nicht nur musikalisch ein Melting Pot, und die Ausstellung versetzt ihre BesucherInnen wunderbar in diese spannende Zeit zurück.

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Kunst für JEDEN!

Ein relativ großer Teil der Ausstellung ist den Beatles gewidmet – für ihr legendäres Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band arbeiteten sie mit dem Pop Art–Künstler Peter Blake und Jann Haworth zusammen. Das Ziel: Nicht nur musikalisch, sondern auch visuell / haptisch ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen, dass automatisch jede Käuferin und jeder Käufer der LP erhält.

Die Ausstellung bietet interessante Einblicke in die Konzeptionierung und den Entstehungsprozess. Auf die visuelle Opulenz Sgt. Pepper’s folgte das sogenannte “White Album”, gestaltet von Richard Hamilton. Einerseits ein radikaler Gegenentwurf, andererseits aber ebenso Bestandteil der BRITISH POP ART.

Als besonderes Bonbon zeigt die LUDWIGGALERIE in diesem Kontext ebenfalls einige Fotografien des Oberhausener Fotografen Rudolf Holtappel: Dieser hatte mit seiner Kamera bewaffnet das berühmt–berüchtigte Konzert der Beatles in der Essener Grugahalle im Rahmen der Bravo–Blitz–Tournee besucht (1966). Schön, dass so eine Brücke geschlagen wird zur Region!

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Allen Jones’

Werke gehen in Richtung Fetisch – würde ich mir auch an die Wand hängen!

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Die sehr sympathische Mitarbeiterin Dagmar Winkler hat uns durch das Haus geführt – spürbar ist ihre große Liebe zur Kunst. Aber auch ohne persönliche Führung lässt sich viel über die gezeigten Exponate erfahren: Für die BRITISH POP ART steht ein Audioguide zur Verfügung, teils sogar gepaart mit passender Musik aus der Epoche ( Beatles & Co.! ).

Die sehr sympathische Mitarbeiterin Dagmar Winkler hat uns durch das Haus geführt – spürbar ist ihre große Liebe zur Kunst. Aber auch ohne persönliche Führung lässt sich viel über die gezeigten Exponate erfahren: Für die BRITISH POP ART steht ein Audioguide zur Verfügung, teils sogar gepaart mit passender Musik aus der Epoche (Beatles & Co.!).


Da unser Besuch zusammenfiel mit der Pressekonferenz zur neuen Sonderausstellung Anna lehrt Maria das Lesen – Zum Annenkult um 1500, konnten wir die Direktorin Dr. Christine Vogt in Action erleben – sie leitet das Museum seit ca. 10 Jahren und bringt superviel Engagement für den Standort mit. Viel Sachverstand für die Kunst, dabei aber bodenständig und ‘ne echte Ruhrpottlerin. Mit einem großen Interesse, ihr Haus für ALLE Menschen zu öffnen.

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Die BesucherInnen des Presse–Events zur neuen Ausstellung!

Die BesucherInnen des Presse–Events zur neuen Ausstellung!

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Sehr cool:

Wenn es die Spenden des Freundeskreises erlauben, ersteigert die LUDWIGGALERIE auch mal das eine oder andere Exponat auf eBay, wie dieses schöne Marienbildnis!

Die Direktorin durchforstet dann das Angebot nach spannenden Exponaten – für die BRITISH POP ART wurde ein famoses und rares Geschirr für nur ca. € 30,00 ersteigert! Man muss halt wissen, wonach man sucht…


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Like China!

Bloss ein paar Meter zu Fuß von der LUDWIGGALERIE entfernt findet sich mit Tain Kim Heng GmbH & Co. KG der größte chinesische / asiatische Supermarkt im gesamten Ruhrpott!

Hier gibt’s z.B. TK–Meeresfrüchte – neben vielen chinesischen Restaurants kaufen hier mittlerweile auch gerne sehr viele Privatkäufer ein, die einfach Spaß haben an echter chinesischer bzw. asiatischer Küche!

Schöne Hüte gibt’s auch!

Schöne Hüte gibt’s auch!

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Leckeres Bier

aus Asien ebenfalls – persönlich mag ich diese ,,exotischeren” Lager–Biere sehr gerne! <3

Außer Lebensmitteln gibt’s auch viele Non–Food–Artikel, beispielsweise dieses traditionelle Opfergeld. Aber auch ganz viel Küchen–Zubehör. Für China–Restaurants. Oder für Zuhause.

Außer Lebensmitteln gibt’s auch viele Non–Food–Artikel, beispielsweise dieses traditionelle Opfergeld. Aber auch ganz viel Küchen–Zubehör. Für China–Restaurants. Oder für Zuhause.


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Die HomeBar!

Natürlich könnt Ihr nach Eurem Museumsbesuch zurückkehren zum CentrO, oder aber nach einem Spaziergang im Kaisergarten in der dortigen Imbiss–Gastronomie Fritten futtern – falls Ihr aber sowieso schon zum asiatisch–chinesischen Supermarkt gelaufen seid, spricht nichts dagegen, einfach noch ein paar Meter weiter zu laufen in die Oberhausener Innenstadt.

Dort findet sich mit der HomeBar seit ca. 1 Jahr ein nettes, besuchenswertes Café, das von den OberhausenerInnen supergut angenommen wurde und wird. Tatsächlich fehlte so etwas auch ganz dringend in der Innenstadt – ein Schritt in die richtige Richtung also, wenn’s darum geht, die Oberhausener Innenstadt neu zu beleben!

Der sympathische Besitzer Phillip kommt eigentlich aus Berlin, hat das Haus geerbt und wollte altengerechte Wohnungen einbauen – das ging irgendwie aufgrund von Auflagen nicht, und so entstand die Idee zum eigenen Laden: Zum Glück für die Oberhausener Bevölkerung!

Am Kaffee selbst muss noch ein Bisschen gearbeitet werden (ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die großen Berliner Läden kein Kakao–Pulver in ihre Cappuccini mischen ☺), aber die Sandwiches sind echt Klasse! Außerdem gibt’s auch – das bietet sich dann eher abends an – sehr gute Cocktails! Ein Café mit hoher Aufenthaltsqualität.


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In diesem Turm

findet ganz viel Kultur statt!

Seit 2006 schon gibt es kitev – Kultur im Turm e.V., einen Verein, der im ehemaligen Wasserturm des Oberhausener HBF einen Hub für allerlei kulturelle Interventionen betreibt.

Hier gibt es Aktionen mit BürgerInnen, wird auswärtigen KünstlerInnen die Möglichkeit zu Residenzen geboten, um den Ort, diese industrielle Keimzelle des Ruhrgebiets, mit und in verschiedensten Medien zu erkunden.

Bald soll auch ein kleines Café entstehen – ein dauerhafter Treffpunkt für Menschen, die Bock haben, sich für und in Oberhausen zu engagieren!

Eines der bekannteren Projekte von kitev der letzten Zeit war und ist übrigens die Refugees’ Kitchen – super!

Und ganz oben, in den ehemaligen Wasserbehältern aus Beton (beeindruckend!) finden regelmäßig besondere Musik–Veranstaltungen statt – schaut einfach mal ins Programm, ob gerade etwas für Euch läuft. Und vom HBF aus kommt Ihr auch wieder rasch zurück mit dem ÖPNV zum Ausgangspunkt unserer Tour. ☻

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Das Oberhaus

Schräg gegenüber vom HBF betreibt kitev mit dem sogenannten Oberhaus, einem architektonisch wertvollen Hochhaus aus den 1950er Jahren, eine Art Satelliten – auch hier finden immer mal wieder spannende Veranstaltungen statt, und vom Dach (nicht offiziell zugänglich, leider) bieten sich wunderbare Ausblicke nach Duisburg.

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  • LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, Konrad–Adenauer–Alle 46, 46049 Oberhausen
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    Website
    Öffnungszeiten: DI–SO von 11–18 Uhr

  • Tain Kim Heng GmbH & Co. KG (asiatischer / chinesischer Supermarkt), Max–Planck–Ring 1, 46049 Oberhausen
    Website
    Öffnungszeiten: MO–FR 09:00–18:30 Uhr und SA von 09:00–16 Uhr

  • HomeBar, Lothringer Str. 5–7, 46045 Oberhausen
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    Öffnungszeiten: MO–FR von 09–18 Uhr und SA von 10–18 Uhr

  • kitev – Kultur im Turm e.V., Willy–Brandt–Platz 1, 46045 Oberhausen
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    Öffnungszeiten: Variieren / auf Anfrage

UNSERE PERFEKTE MUSEUMS–TOUR DURCH HAGEN, MIT GOLDENEN TÖRTCHEN UND SAFTIGEN CEVAPCICI (RUHRKULTUR.JETZT X POTTSPOTT) *

(* Dieser Blogpost ist im Rahmen einer Kooperationen mit ruhrkultur.jetzt entstanden. Jeglicher Inhalt dieses Artikels spiegelt aber unsere persönliche Meinung wieder! ☺)

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Hagen –

die Geburtsstadt des Museum Folkwang!

Hagen! Das ist nicht nur ein schöner Männer–Vorname, sondern bezeichnet auch jene Stadt im äußersten Südosten des POTTs, die auch das ,,Tor zum Sauerland” genannt wird – irgendwie ist ja jede am Rand gelegene Stadt im Ruhrgebiet das Tor zu irgendetwas, Duisburg beispielsweise zum Niederrhein.

Einmal mehr also ist POTTSPOTT unterwegs, Euch die reichhaltige Kultur des Ruhrgebiets näherzubringen – natürlich gepaart mit kulinarischen Spots! Denn die sind ja auch eine (leckere) Form von Kultur. ☻

Klar, mit Essen, Bochum, Dortmund, Duisburg und vielleicht noch Gelsenkirchen kann jeder im Pott etwas anfangen – aber Hagen hat man nicht unbedingt ständig auf dem Radar. Ganz schön schade, eigentlich, denn die Stadt hat eine Menge zu bieten!


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Mit der RuhrKultur.Card erkunden wir in diesem Jahr die reiche Museums– und Theater–Szene des Potts, und heute ist Hagen an der Reihe.

Bis 31.12.2019 bietet Euch die Karte, die mit dem super–ausführlichen RuhrKultur.Guide daherkommt, jeweils einen freien Eintritt in alle 20 RuhrKunstMuseen und je ein Vorstellungsticket zum halben Preis für alle 11 RuhrBühnen und die Festivalzeiträume der Ruhrtriennale, der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und der Ruhrfestspiele Recklinghausen.

34 Aktivitäten also in 2019 für extrem faire € 45,00! ☻

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Karl Ernst Osthaus

ist Stifter und Namensgeber des wohl berühmtesten Museums der Stadt.

1874 geboren in Hagen, entstammt er einer Bankiers– und Industriellenfamilie, will aber den von seinen Eltern vorgegebenen beruflichen Pfad nicht einschlagen.

Eine Ausbildung in einem der elterlichen Betriebe zum Kaufmann endet dann auch im Nervenzusammenbruch – erst danach wird es ihm väterlicherseits gestattet, sich im Rahmen eines Studiums den ,,schöngeistigeren Dingen" zu widmen.

1896 erbt Osthaus von seinen Großeltern ein Vermögen und kann endlich seinen Traum vom eigenen Museum in die Realität umsetzen, welches zwischen 1898 und 1902 vom Berliner Architekten Carl Gérard im Stil der Neorenaissance gebaut wird: Das Museum Folkwang!

Ja, tatsächlich befand sich das Museum Folkwang und ebenso die Folkwang–Malschule in den ersten Jahrzehnten in Hagen!

Nach dem Tod Osthaus’ 1922 verkaufen seine Nachfahren Sammlung + Namen allerdings an die Stadt Essen.

Sein Ziel sah Osthaus übrigens darin, mit dem Museum „zu einer Verbesserung des öffentlichen Geschmacks beizutragen“ – guter Ansatz!

Uns gefällt an dem Museum vor allem die Symbiose zwischen dem alten und neuen Teil – ein wunderbarer, ruhiger Ort, hier könnt Ihr Eure Gedanken schweifen lassen! ☺

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Das Osthaus Museum Hagen

Das Museum in Hagen erfährt mehrere Neustarts (z.B. nach dem 2. Weltkrieg mit seinen Zerstörungen) und knüpft heute inhaltlich an an die ursprüngliche Sammlung an: Der Fokus liegt auf der Klassischen Moderne und Zeitgenössischen Kunst, mit Werken von beispielsweise Otto Dix und Christian Rohlfs.

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Beeindruckend:

Die raumfüllende ,,Architektur der Erinnerung" von Sigrid Sigurdsson

Ihr mögt Tierblut, Tierkadaver und – wiederum menschliche – nackte Körper? Dann gefällt Euch sicherlich die noch bis zum 10. Februar 2019 laufende und 800 m2 große Sonderausstellung zum Lebenswerk des berühmten österreichischen Künstlers Hermann Nitsch!

Seine Arbeiten im Rahmen des Orgien Mysterien Theater mögen (einige wenige) Menschen noch heute provozieren, daher auch der entsprechende Hinweis des Museums:

Sehr geehrte BesucherInnen, in Teilbereichen der Ausstellung ,,Hermann Nitsch" befinden sich Fotografien und Filme, die Ihre persönlichen oder religiösen Gefühle verletzen könnten. Diese Bereiche sind entsprechend gekennzeichnet. Der Zutritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung sie begleitender Erwachsener gestattet."

Das ist vielleicht in 2019 ein Bisschen übertrieben, man mag sich aber sehr gut vorstellen, welchen Eindruck seine Werke im christlich–geprägten Wien der 1960er Jahre bei den BetrachterInnen (eher in reißerischen Artikeln der lokalen Gazetten denn tatsächlich in Person im Museum, leider!) hervorriefen.

Mich hat die Ausstellung jedenfalls dazu inspiriert, mich auf YouTube intensiv mit Hermann Nitsch auseinanderzusetzen – ein unglaublich spannendes Leben!

Genau das machen Museen so gut: Inspiration geben (und einem Ermöglichen, ein Bisschen zumindest zur Ruhe zu kommen).

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Emil Schumacher (geboren 1912 in Hagen, gestorben 1999 auf Ibiza – wir geben zu, Ibiza ist vom Wetter her durchaus attraktiver als Hagen!) ist wahrscheinlich der berühmteste Künstler, den die Stadt bisher hervorgebracht hat – kein Wunder also, dass man dem mehrfachen Documenta–Teilnehmer sein eigenes Museum gewidmet hat!

Für uns besonders spannend: Ein Nachbau seines Ateliers (siehe: Unten), in dem auch ein Film mit und über ihn gezeigt wird. Ein Bisschen wie das Atelier von César Manrique auf Lanzarote (zumal ja beide die Liebe für spanische Inseln teilten ☻)!

Praktisch: Die beiden Museen sind im gleichen Gebäudekomplex untergebracht, so lässt sich ein Besuch wunderbar kombinieren!

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Viel Sichtbeton

gibt’s im Emil Schumacher Museum zu bewundern – wir stehen ja total auf schöne Beton–Flächen (man denke nur an Tadao Andō!)! ☻

Das Emil Schumacher Museum widmet im Moment – tatsächlich! – Emil Schumacher eine Sonderausstellung. Manchmal ist's ja so, dass Werke im Archiv aufbewahrt und nur alle paar Jahre gezeigt werden. Oder aber die Werke der Künstlerin oder des Künstlers sind über die ganze Welt verstreut. Eine Sonderausstellung bietet hier die Möglichkeit, einen bestimmten Werkkomplex an einem einzigen Ort (idealer Weise der Heimat des Künstlers, wie auch hier geschehen) den BesucherInnen zu präsentieren.

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So sind noch bis zum 10. März die Blätter aus dem Engadin zu sehen.

,,Blätter" bezieht sich hier einerseits natürlich auf die Blätter an den Bäumen des Engadin (eine Landschaft in den Schweizer Alpen), andererseits aber auch auf die jeweiligen Leinwände – Blätter, eben! ☺

Emil Schumacher hat diese Landschaft in abstrakten Werken festgehalten, sein persönliches Empfinden niedergemalt. Sehr gelungen, wie wir finden!

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Die arabische Welt

faszinierte Schumacher – uns fasziniert, wie unglaublich gut er ihre Architektur mit ,,wenigen Strichen” eingefangen hat.


Wer so viel Kunst in sich aufgesaugt hat, die / der hat danach auch ein leckeres Essen verdient! ☻

Kulinarisch wollten wir ja eigentlich BurgerLiebe mit an Bord nehmen – da könnt Ihr bei Eurem Hagen–Besuch natürlich sehr gerne hingehen (und werdet es bestimmt nicht bereuen!), andererseits aber berichten wir auf POTTSPOTT häufig über Burger–Läden und haben auch mal Lust auf andere Speisen, zum Beispiel:

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Ćevapčići!

Ganz nah am Kunstquartier findet sich der bosnische Imbiss Merak, der auf unzähligen Fotos Einblicke in dieses spannende Land und seine Kultur bietet. Und bei dem es wirklich sehr, sehr leckere und deftige Ćevapčići gibt – mega–lecker! Es muss nicht immer Döner sein. ☺
Aktuell kostet so eine reichhaltig belegte Ćevapčići–Tasche mitsamt Ayran € 8,70.


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Goldberg’s Törtchen

Weiter geht's ins vielleicht beste Café der Stadt, Goldberg's Törtchen. Der Laden brummt! Berühmt sind die hausgemachten kleinen Törtchen, die auf Tellern mit Goldrand serviert werden – unfassbar lecker!

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Wir lieben Kaffee – Ihr auch?

Man soll es nicht für möglich halten (wir sind ja Kaffee–Snobs ☺): Obwohl es kein dezidierter Coffeeshop ist, gibt's hier richtig guten Cappuccino! Ohne Kakao–Pulver oder andere Grausamkeiten, harmonisch, rund im Geschmack – die sympathische Barista hat's einfach drauf!

Perfekt gerüstet für unsere Mikroabenteuer im Pott mit  RuhrKultur.Guide  und RuhrKultur.Card!

Perfekt gerüstet für unsere Mikroabenteuer im Pott mit RuhrKultur.Guide und RuhrKultur.Card!


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Die hügeligste Stadt im Pott!

Und auf einem der ,,Berge” findet jährlich das besuchenswerte Wehringhauser Schnurlos Festival statt. Dort wird dann mit Akku–betriebenen PAs (also schnurlos – höhö!) angeknüpft an die berühmte Musiktradition der Stadt.

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Nena

stammt von hier, in ihrer ehemaligen Grundschule befindet sich heute das überregional bekannte Kulturzentrum Pelmke – eine gute Adresse, wenn Ihr nach Eurer Museum–Tour noch Lust habt auf etwas Abendprogramm! Hier gibt’s Live–Musik, Kinovorführungen, Theater, eine tolle Bar…

Auch dank Extrabreit (einigen der Musiker kann man in Hagen über den Weg laufen, sie leben nämlich größtenteils noch immer dort) sollte Hagen in den 1980er Jahren DAS Zentrum der Neuen Deutschen Welle werden:


Fazit: Uns hat Hagen überraschend gut gefallen! Klar, es ist eine der unbekannteren Ruhrgebietsstädte, aber gerade die Natur und die reiche industrielle Geschichte machen diesen Ort überraschend spannend!

Dazu 2 Museen, die sich im internationalen Vergleich keinesfalls zu verstecken brauchen, leckeres Essen und die spannende Musikgeschichte – ein sehr guter Ort für einen Tagesausflug! :–)


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  • Osthaus Museum, Museumsplatz 1, 58095 Hagen

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  • Öffnungszeiten: DI–SA von 12–18 Uhr

  • Emil Schumacher Museum, Museumsplatz 1–2, 58095 Hagen

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  • Öffnungszeiten: DI–SA von 12–18 Uhr

  • Goldberg's Törtchen, Goldbergstr. 4, 58095 Hagen

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  • Öffnungszeiten: DI–FR von 08:30–18 Uhr und SA 09–18 Uhr

  • Ćevabdžinica Merak, Kampstr. 25, 58095 Hagen

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  • Öffnungszeiten: DI–SO von 13–21 Uhr

  • Text und Fotos: Sebastian Becker